24.08.2007

Russland

Sooo,


nun ist es soweit, hab endlich die Zeit und die Lust gefunden hier wieder was zu posten. Diesmal geht es, wie die Überschrift schon sagt über Russland. Speziell den Trip mit der Trans Sibirischen Eisenbahn und Moskau. Verdammt war das geil sag ich euch. Das müsst ihr auch mal machen. Ich hab mir fest vorgenommen, diesen Trip noch einmal zu machen, dann aber im Winter von Moskau nach Vladivostock. Aber eins nach dem anderen…

Fangen wir von vorne an. Wie es in Peking war wisst ihr ja bereits. Bin dann morgens in Peking in den Zug eingestiegen, hat alles wunderbar geklappt. Man lernt dann schon, bevor man im Zug ist die ersten Leute kennen. Geht wirklich so was von schnell, unglaublich. Im Zug selber hab ich mir eine vierer Kabine mit einem Chinesen geteilt, der zwar fließend chinesisch (dädä) und russisch sprechen konnte, aber kein Wort Englisch. Das kann ja heiter werden hab ich anfangs noch gedacht, aber mit Händen, Füssen und ein bisschen Hilfe von anderen ging es einwandfrei! Alle im gesamten Abteil waren wirklich super nett und freundlich! Ach ja, das war übrigens mein Zuhause für die nächsten 6 Tage:

Hab dort soviel Leute kennengelernt, von Chinesen, über Russen, Australier, Amis… ach, alles dabei gewesen. Wir hatten jeden Abend unseren Spaß. Gemeinsames zusammensitzen, Nudelsuppe essen und was auch immer. Ab und an Karten spielen, oder einfach die Landschaft genießen. Apropos Landschaft. Abwechslungsreichen kann die kaum sein. Es ging in Peking los, ging dann durch Berge…

Dann wurde es Stück für Stück flacher, bis man schließlich an den Bergen parallel gefahren ist...

vorbei an der Großen Mauer….

Vorbei an chinesischen Städtchen und Industrieanlagen…

In der ersten Nacht ging es schon über die Mongolische Grenze. Das ganze hat ein klein wenig länger gedauert, weil die in China ein anderes Schienensystem haben, und die Räder am Zug komplett gewechselt werden mussten. Gut, ist man ne Weile blöd auf dem Bahnsteig rumgesessen, aber nützt ja nichts. Nach paar Stunden ging die Fahrt dann weiter. Da waren wir, in der Mongolei. Leider hat man nichts erkannt, war ja mitten in der Nacht. Am nächsten Tag aufgewacht und erstmal gewundert wo denn der ganze Dreck und Staub auf meinem Kopfkissen und Tisch herkommt…

Haben unser Fenster nen kleinen Spalt offen gelassen, und naja, als ich dann aus dem Fenster geschaut hab…

Waren wohl am Rande der Wüste angelangt. Soweit das Auge reicht Steppe und Wüste.

Das Land ist krass! Nur Steppe, Steppe, Wüste, Ulan Batur, Wüste, Steppe… sonst nichts. Unglaublich. Ab und zu sieht man eine Horde wilder Steppenpferde. Leider hab ich nie die Kamera knipsbereit gehabt! Wie schon gesagt, sind durch…nichts… gefahren, irgendwann in Ulan Batur angekommen, kurzer Stopp und weiter ging es durchs nichts…

Am Abend noch ein wenig getrunken, gelabert, gespielt.. halt einen sehr netten Abend verbracht. Am nächsten Morgen dann die nächste Landschaftliche Überraschung. In der Wüste eingeschlafen, im absolut grünen auf der einen Seite und dem Baikalsee auf der anderen Seite wieder aufgewacht. Sagenhaft!

Es ging vorbei an kleinen sibirischen Siedlungen…

VIEL Wald…

Bis wir in Irkutsk angekommen sind. Wieder ein kleiner 20 Minuten Stopp und weiter ging es. Der Wald hörte wieder auf…

Und schon wieder war ein Tag an einem vorüber gefahren. Am nächsten Tag gab es viele Wiesen und Wälder zu begutachten, bis wir in Novosibirsk ankamen…

Noch einen geilen sibirischen Sonnenuntergang bestaunt, und wieder war ein Tag rum.

Die letzten 2 Tage gab es Landschaftlich nicht mehr sehr viel Neues. Es war dennoch beeindruckend…

Und dann war ich da, in Moskau. Geil, ich war in Moskau, der teuersten Stadt der Welt! Jetzt hatte ich das Glück, das ein Freund meines Vaters dort eine Firma hatte, sprich dort geschäftlich viel unterwegs war. Ein Kollege hat mich dann am Bahnhof abgeholt, und mich in meine Wohnung, welche ich dort kostenlos zur Verfügung gestellt bekommen hab gefahren. Ich hab wirklich nicht viel erwartet, aber die Wohnung war der HAMMER! Groß, schön eingerichtet, super Lage. Wahnsinn. Gehört auch zu den teureren Wohngegenden im sowieso schon teueren Moskau. Das Sahnehäubchen war dann noch, das der Kühlschrank bis oben hin gefüllt war, mit allem was das Herz begehrt. So, nun zu Moskau selber. Eine, wenn nicht die geilste Stadt die ich besichtigt hab. Klar, Bangkok ist auch der absolute Hammer, aber man kann Bangkok und Moskau nicht vergleichen. Sind zwar beiden Städte, aber so grundverschieden wie Äpfel und Kartoffeln.

Richtige Sehenswürdigkeiten gibt es eigentlich nicht viele. Den Kremel, der rote Platz und paar Kirchen. Ach ja, und die klasse Metro. Die U-Bahn Stationen sind nicht so … so… komisch wie bei uns, sondern richtig schöne Hallen:

Gelesen habt ihr nun wirklich genug, noch ein paar Bilder, und dann passt es denk ich, oder?

Der Kremel:

Rote Platz:

„Kirchen“:

Und russische Architektur, welche sich durch die ganze Innenstadt zieht, und dadurch einen Charakter ausstrahlt.

Das GUM, ein, sagen wir sehr luxuriöses Kaufhaus:

So, ich denke dabei belass ich es heute. Hoff ihr habt wieder gefallen dran gefunden, meinen Blog zu lesen. Bis zum nächsten Eintrag, in dem ich euch dann ein wenig über Berlin berichte. Bis dahin ein schönes Leben noch.

Felix

13.08.2007

China

Hallo meine treuen Leser,

leider hatte ich während der Zugfahrt und in Moscow kein Internet. Daher jetzt lange Zeit keinen Post. Ich bin nun endlich wieder in Deutschland, und es ist schön wieder hier zu sein. Ich werde jetzt nächste Zeit Stück für Stück die letzten Posts meines Auslandaufenthaltes hoch laden. Aber ich denke es dauert noch ein wenig, weil ich muss ganz ehrlich sagen: Ich bin zur Zeit etwas demotiviert am Internet zu arbeiten. Aber naja… Jetzt wollte ich euch auf jeden Fall ein paar Zeilen zu China schreiben, auf den Rest müsst ihr noch ein paar Tage warten.

Alsoooo… Ich bin ja von Hanoi mit dem Zug zunächst nach Peking gefahren. Ist alles gut gelaufen, mit dem Visa usw hat es super geklappt, keine Probleme. Ich war zunächst in einem vietnamesischen Zug, der war, sagen wir OK. Aber zum Glück nur ein paar Stunden. An der Grenze mussten wir dann umsteigen, in einen chinesischen. Der war echt Spitze! Das war unser Abteil:

Hab es mir mit nem älteren Typen aus Ungarn, ner Omi mit Enkelin und Schwiegersohn aus Vietnam teilen müssen. Jop, wir waren zu 5t in nem 4er Abteil. Sollte aber nicht meine Sorge sein, hatte ja mein Bett *g*. Landschaftlich war es grandios! Aber ich zeig euch einfach ein paar Bilder, welche leider dank der Fensterscheibe nicht immer 100% gut sind:

Dann in Peking angekommen ging der Stress los. KEINER spricht nur ein Wort Englisch! Ich frag mich wie die das nächstes Jahr bei Olympia mit den ganzen Besuchern machen wollen! Aber es hat einen wirklich niemand verstanden. Tragisch aber wahr. Jetzt hatte ich ja keine Hotelreservierung nichts, nur eine Anschrift, in Lateinischen – sprich unseren – Buchstaben. Konnte natürlich niemand lesen, schon gar nicht irgendwelche Taxifahrer. Also, schon mal durch halb Peking gelaufen bis ich jmd gefunden hab, der mir das halbwegs übersetzen konnte. Im Internet hieß es das Hotel sei 1 km von dem Bahnhof weg. Nachdem der Taxifahrer dann 16km gefahren ist hab ich mir schon langsam Sorgen gemacht. Naja, ich war fertig mit den Nerven um genau zu sein! Aber er ist sogar richtig gefahren. Das Hotel schließlich gefunden, dann erstmal aufs Zimmer. Man war ich gestresst gewesen! Am Abend noch ne Kleinigkeit gegessen, das wars.

Am nächsten Tag hab ich dann den Tempel of Heaven besucht. Ganz nettes Teil:

War ganz imposant, aber nach sooo vielen Tempeln, auch wenn sie hier in China unterschiedlich sind, hat man sich irgendwann satt gesehen. Den Rest des Tages bin ich einfach durch Peking gelaufen. Viele viele Kilometer, ich weiß nicht wie viele, aber mit dem Taxi bin ich lange zurück gefahren. Den Tag drauf hab ich mir die verbotene Stadt angeschaut. Ich muss sagen, nett aber nicht mehr. Ist irgendwie alles gleich. Jedes Gebäude schaut dort drin aus wie das andere, nichts was mich jetzt vom Hocker gerissen hätte. Erst hab ich mich ja gefragt, wo zum Teufel hier 1,3 Milliarden Chinesen sein sollen. Auf der Zugfahrt fast keine gesehen, nur Reisfelder usw, Peking selber war auch nicht so chaotisch wie gedacht, aber als ich dann bei den Sehenswürdigkeiten war… dann wusste ich wo zumindest 800 Millionen von denen unterwegs sind ;)

Ich sag euch, unglaublich was da los war, ein Pilgerstrom durch das ganze ding. Grausam! Hier ein, zwei Bilder:

Der Platz des himmlischen Friedens mit Mao Bild:

Der nächste Tag war das absolute Highlight meines China Besuchs. Die große Mauer! WOW, mehr fällt mir dazu nicht ein. Der absolute Hammer auf ihr zu stehen. Wahnsinn! Bin dann auch gleich mal 10km auf der Mauer gewandert. Von Jinschaling nach Simatai. War richtig anstrengend, aber es hat sich gelohnt. Das muss man einmal im Leben gemacht haben! Hier ein paar Bilder, aber sie bringen wie die meisten Bilder einfach nicht DIE Stimmung rüber!

Die Restliche Zeit in Peking hab ich nicht mehr viel gemacht. Ach ja, den Sommer Palace angeschaut, war auch OK, aber nix besonderes. Alles in allem hat mir Peking überhaupt nicht gefallen. Man merkt das es noch ein kommunistisches Land ist, Propaganda an jeder Ecke und man kam sich echt die ganze Zeit beobachtet vor. Spätestens nachdem die Polizei am zweiten Abend an mein Hotel Zimmer geklopft hat und nach Pass usw gefragt hat war bei mir der Spaß vorbei… Nie wieder Peking!!! Die Mauer war Klasse, der Rest… vergesst es. Keine Kultur, kein Charakter nichts hab ich in der Stadt gefunden. Außerdem war Peking so etwas von zugesmogt, die Luft war grausam.

Enttäuschend!!! Nur soviel vorweg, da war Moscow viel besser, viel viel besser!!!

Bis zum nächsten Post,

euer Zurückgekehrter!